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Extremwetterereignis

Ein Extremwetterereignis ist ein mit extremen Wetterbedingungen wie Hitze, Sturm oder Starkniederschlag verbundenes Ereignis, das am gegebenen Ort und zur gegebenen Jahres­zeit selten ist (vgl. IPCC 2012).

Definitionsgemäß ist die Charakteristik von „Extremwetter” von Ort zu Ort unterschiedlich und die Definitionen für „selten” variieren. Üblicherweise ist ein Wetterereignis „extrem“, wenn es außerhalb des Bereichs zwischen dem 10. und 90. Perzentil der beobachteten Wahr­scheinlichkeitsverteilung liegt (IPCC 2007b). In der Raum- und Fachplanung ist es auch üblich, seltene Ereignisse mit langen Wiederkehrperioden bzw. einer hohen Jährlichkeit zu verbinden, z.B. HQ500 für fünfhundertjährige Ereignisse. Im Gegensatz zu Extremereignis­sen, die nicht mit Wetterbedingungen zusammenhängen (z.B. Erdbeben), kann sich allerdings die Wahrscheinlichkeitsverteilung für Extremwetterereignisse und damit die Jährlichkeit in­folge von Klimaänderungen ebenfalls verändern. Folglich kann es durch den Klimawandel zu einer Veränderung von Ausmaß und Häufigkeit von Extremwetterereignissen kommen. Ein­zelne Extremwetterereignisse können ohne Kenntnis der Wahrscheinlichkeitsverteilung nicht einfach und direkt dem Klimwandel zugeordnet werden, da immer eine – wenn auch kleine – Wahrscheinlichkeit besteht, dass das betreffende Ereignis auch natürlicherweise hätte auftre­ten können.

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