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Instrumente der Raumplanung (im Rahmen von Anpassungsstrategien)

Instrumente der Raumplanung dienen u.a. der Umsetzung von Anpassungsstrategien an die Folgen des Klimawandels. Damit kann die Raumplanung als integrative Querschnittsaufgabe eine Vorreiterrolle bei der Ent­wicklung von anpassungsfähigen und resilienten Raumstrukturen überneh­men.

Zur Umsetzung von Anpassungsstrategien sind konkrete Maßnahmen und/oder Instrumente (die beiden Begriffe werden in der Literatur nicht immer klar getrennt; s. Hübler 2005) not­wendig. Instrumente sind Mittel zur Realisierung oder Implementierung von Planungen bzw. planerischen Strategien. Der Raumplanung steht ein sehr breites Spektrum formeller und in­formeller Instrumente zur Verfügung. Während formelle Instrumente, i. d. R. gesetzlich nor­miert, zur Umsetzung der Planung (z. B. Bindungswirkung der Ziele der Raumordnung, An­passungspflicht der kommunalen Bauleitplanung) und v. a. der mittel- bis langfristigen Rah­mensetzung der Raumentwicklung dienen, zielen informelle Instrumente auf den Einbezug unterschiedlicher Akteure, auf Konsens und Kooperation, und sollen zur Vorbereitung, Er­gänzung und Realisierung formeller Planung beitragen. Zu den informellen Instrumenten zählen z. B. Leitbilder, Regionale Entwicklungskonzepte oder Modellvorhaben der Raumordnung (MORO). Als formelle Instrumente der Raumordnung werden u. a. die in Plänen getroffenen Festlegungen zur überörtlichen Raumstruktur (wie z.B. Vorrang-, Vorbehalts- oder Eig­nungsgebiete) bezeichnet (Hübler 2005).

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