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Klima

Klima ist die raum-zeitliche Gesamtheit aller Wettererscheinungen in der Atmosphäre unter Berücksichtigung des Maßstabs der wirkungsrelevanten Prozesse.

Diese wissenschaftliche Definition in Anlehnung an Hupfer und Chmielewski (1990) umfasst verschiedene Definitionen des Begriffs Klima, die je nach betrachtetem Prozess und Maßstab (von global bis lokal) unterschiedlich formuliert sind. Im Kontext des Klimawandels wir­ken neben Prozessen in der Atmosphäre viele andere Prozesse vom Erdinneren bis zum Son­nensystem mit. Das Klimasystem wird als Teil eines komplexen Erdsystems verstanden.

Der IPCC definiert Klima in einem engeren und einem weiter gefassten Zusammenhang. Im weiteren Sinn ist Klima der Zustand des Klimasystems, seiner Statistik und Variabilität. Im engeren, traditionellen Sinn ist Klima die statistische Beschreibung des Wetters über einen genügend langen Zeitraum, von Monaten zu Tausenden oder Millionen von Jahren. Der klas­sische, von der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) definierte Zeitraum (= Klimanor­malperiode) sind 30 Jahre; die letzte komplette Klimanormalperiode war 1961–1990 (IPCC 2007b).

Die relevanten Zustandgrößen des Klimas, wie Temperatur, Niederschlag, Strahlung sowie stoffliche Transportparameter z. B. von Luft und Wasser, sind raum-zeitlich statistisch aggre­gierte und damit unanschauliche Größen. Im Gegensatz dazu beschreibt das Wetter den spür­baren momentanen (Sekunden bis Tage) Zustand der Atmosphäre an einem bestimmten Ort der Erdoberfläche. Wetter lässt sich direkt spüren bzw. mit Messgeräten für Temperatur, Be­wölkung, Niederschlag, Wind usw. messen. Als Witterung bezeichnet man das Wetter in ei­nem Zeitabschnitt von mehreren Tagen oder Wochen mit einer relativ homogenen Ausprä­gung, beispielsweise eine Föhnperiode in den Alpen mit reduzierter Luftfeuchte und gleich­zeitig erhöhter Lufttemperatur (Lauer, Bendix 2004).

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