Im EU-Projekt BalticClimate wird das komplexe Phänomen des Klimawandels am Beispiel des Ostseeraums thematisiert. Es werden zukünftige Herausforderungen, die sich aus der Anpassung an unvermeidbare Folgen des Klimawandels ergeben, untersucht sowie Aktivitäten zum vorbeugenden Klimaschutz entwickelt. Dabei werden die entstehenden Chancen für eine nachhaltige Entwicklung analysiert. Durch das EU-Projekt werden Gemeinden, lokale und regionale Akteure befähigt, sich mit der Thematik Klimawandel auf eine integrierte, kooperative und nachhaltige Weise auseinanderzusetzen. Damit wird die Wettbewerbsfähigkeit von Gemeinden und Regionen gesteigert und die gemeinsame Identität im Ostseeraum gestärkt. BalticClimate ist durch die EU offiziell als Teil eines Flagship-Projektes der „Strategie der Europäischen Union für den Ostseeraum“ anerkannt.
Die Herausforderungen und Chancen des Klimawandels werden innerhalb bestimmter Pilotregionen betrachtet und in Fallstudien für die vier Schwerpunkte Verkehr/Mobilität, Energie, Wohnen/Bauen und Landwirtschaft eingehender analysiert. Zur Entwicklung von Klimaschutz- und Klimaanpassungsstrategien und um die nachhaltige Entwicklung jeder einzelnen Pilotregion zu gewährleisten, müssen räumliche, sozioökonomische, demographische, ökologische und kulturelle Faktoren berücksichtigt werden. Auf der Grundlage der Aktivitäten, die lokal und regional unter wissenschaftlicher Begleitung umgesetzt werden, wird der Ansatz generalisiert und ein Set von praxiserprobten Instrumenten in das „BalticClimate-Toolkit“ integriert. Dieses zentrale Ergebnis des Projektes ist ein prozessorientierter Handlungsleitfaden, internetbasiert, mehrsprachig sowie übertragbar und selbstständig anwendbar. Das „BalticClimate-Toolkit“ wird in allen Staaten des Ostseeraums in nationaler Sprache zur kostenfreien Anwendung zur Verfügung gestellt, um die erzielten Projektergebnisse auf lokaler und regionaler Ebene weiter zu multiplizieren.