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Schaden

Schaden bezeichnet die Zerstörung und Minderung von konkreten oder abstrakten Werten.

Die Folgen von Extrem(wetter)ereignissen in vulnerablen Räumen und Gesellschaften sind oftmals negative Veränderungen, die als Schäden wahrgenommen werden. Dazu gehören der Verlust von geldwerten Gütern, aber auch gesundheitliche Beeinträchtigungen, negative psy­chische oder soziale Auswirkungen sowie der Verlust von Menschenleben (SKK 2006; Dikau, Pohl 2007).

Die Wahrnehmung eines Schadens braucht immer ein bewertendes Subjekt – der Scha­densbegriff ist damit anthropozentrisch angelegt (WBGU 1999). Die Verwendung des Scha­densbegriffs in den Medien ist aber mit Vorsicht zu betrachten: Beispielsweise wird bei To­desfällen meist nicht von „Schäden“ gesprochen, auch wenn aus humanitärer Sicht durch je­den Tod eines Menschen ein Schaden entsteht. Schäden lassen sich selten allein in Geldwer­ten hinreichend ausdrücken, dennoch ist eine objektive Schadensbestimmung üblich, etwa für die Zahlungsleistung einer Versicherung (Dikau, Pohl 2007; GDV 2010).

Entscheidend für das Ausmaß der Schäden sind auch die jeweils vorliegenden Raumstruk­turen, die im Einflussbereich der Raumplanung liegen, sodass der raumplanerischen Risi­kovorsorge insbesondere im Rahmen des Klimawandels sowie des globalen Umweltwandels eine neue Bedeutung zukommt (vgl. z.B. ARL 2009; Birkmann 2008; Hecht 2005). Selbst wenn keine weiteren Flächen für Siedlungs- und Verkehrszwecke in Risikozonen in Anspruch genommen werden, kann es zu einer Erhöhung des Schadenspotenzials kommen. Dies kann einerseits durch einen Anstieg der Werte in bestehenden Siedlungs- und Raumstrukturen be­dingt sein, andererseits durch die Verschiebung und Erweiterung der räumlichen Einflussbe­reiche von klimabezogenen Naturgefahren.

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